Hormone & Ernährung
Ist Heißhunger jetzt das neue Normal?
Seit ein paar Tagen ist es besonders schlimm. Du hast keine Ahnung, woran es liegt, aber so kann es nicht weitergehen.
Neulich haben sie dich sogar mitten in der Nacht erwischt: Heißhungerattacken! Nur mit viel Willenskraft konntest du verhindern, dir nach Mitternacht noch eine Tafel Schokolade in den Mund zu stopfen.
Seit Monaten nimmst du dir vor, besser auf dich zu achten.
Gesünder zu essen. Dich mehr zu bewegen. Aber im Moment reicht deine Energie oft nur für das Nötigste und nicht für Sportpläne oder perfekt ausgewogene Mahlzeiten. Und die Heißhungerattacken und das ständige Irgendwas-essen, werden, wie dein Gewicht, eher mehr statt weniger.
Was ist da eigentlich los?
Es gibt verschiedene Gründe und einer davon wird oft übersehen: Ab Mitte 30 beginnt sich dein Körper hormonell zu verändern. Die Hormonspiegel beginnen zu schwanken, der Stoffwechsel arbeitet anders, der Energieverbrauch verändert sich.
Vielleicht bist du dabei schon mal über den Begriff Prämenopause / Perimenopause gestolpert. Gelesen irgendwo. Oder gehört.
Aber so richtig angesprochen gefühlt hast du dich nicht.
Da steckt ja das Wort Menopause drin und du bist doch erst Anfang 40. Geht das nicht alles erst viel später los?
"Genau das denken viele. Und deshalb wird oft übersehen, dass sich diese hormonellen Veränderungen zuerst ganz anders zeigen."
Nicht in irgendwelchen Laborwerten bei deiner Frauenärztin,
sondern in ganz gewöhnlichen Alltagssituationen. Du bist schneller müde.
Dein Kopf fühlt sich öfter voll an. Und dein Körper meldet sich immer wieder mit Hunger. Auch dann, wenn du eigentlich gerade erst gegessen hast.
Zwischen Job, Kind und allem, was sonst noch läuft, greifst du dann eben zu einem Schokoriegel hier, einer Brezel dort. Nicht, weil du dir nichts anderes vorgenommen hast, sondern weil dein Körper nach schneller Energie verlangt
und dir gerade die Kraft fehlt, es „besser“ zu machen.
Das hat wenig mit Willenskraft zu tun
Es hat mehr damit zu tun, dass dein Körper gerade anders funktioniert als früher.
Nicht nur Ernährung...
Nicht nur Ernährung und Bewegung bestimmen dein Gewicht und deine Heißhungerattacken. Auch dein Stresslevel spielt eine entscheidende Rolle. Wenn dein Körper dauerhaft im "Alarmmodus" ist, kann das Heißhungerattacken fördern. Cortisol (das Stresshormon) beeinflusst deinen Blutzuckerspiegel und der wiederum deinen Hunger.
Manchmal ist nicht weniger Essen der Schlüssel, sondern mehr Entspannung.
Ein erster Schritt: Beobachten
Wenn du selbst anfangen möchtest zu verstehen, was bei dir passiert:
Führe eine Woche lang ein einfaches Ernährungstagebuch. Notiere:
- Was du isst
- Wann die Heißhungerattacken kommen
Die wirklichen Zusammenhänge zu verstehen – zwischen Ernährung, Stress, Hormonen, Schlaf, Beziehungen – das ist oft schwieriger als gedacht. Weil es eben nicht nur ums Essen geht. Und genau hier setze ich in meiner Beratung an.
Wann Eigenregie nicht mehr reicht
Wenn du merkst, dass du mit Beobachten und kleinen Veränderungen an deine Grenzen kommst, kann es hilfreich sein, gemeinsam genauer hinzuschauen. Jeder Körper reagiert anders. Manchmal braucht es nur ein paar gezielte Anpassungen, um wieder in Balance zu kommen.
In meiner 1:1-Beratung finden wir gemeinsam heraus:
- Was bei DIR die Heißhungerattacken triggert
- Welche Ernährungsumstellungen für DEINEN Körper funktionieren
- Wo Stressfaktoren in deinem Alltag versteckt sind
- Wie du deine Hormone durch Ernährung unterstützen kannst
Die gute Nachricht
Heißhungerattacken in der Perimenopause sind nicht deine Schuld und auch kein Zeichen mangelnder Disziplin. Sie sind ein Signal deines Körpers, dass sich etwas verändert hat. Und dass dein Körper andere Unterstützung braucht als früher. Du kannst etwas tun. Beobachten, verstehen, anpassen.
FÜR DICH
Vielleicht erkennst du dich in vielem wieder
Wenn du dich dem Thema erst einmal in Ruhe nähern möchtest,
kann mein Newsletter ein guter Anfang sein. Hier schreibe ich regelmässig über meinen Alltag als Ü40 - Mama im hormonellen Wandel und teile Tipps und mein Wissen zu Hormonen, Ernährung und Emotionen.
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Sabine Farrenkopf
Beratung für die Perimenopause und frühen Wechseljahre